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Wer bricht die Serie bei der Vierschanzentournee?

Erstellt am: 08.11.2015 08:37  im 4566

Oder gewinnt zum achten Mal in Folge ein Österreicher...

Die Serie ist beeindruckend und beängstigend zugleich: Siebenmal in Folge gewannen die Skispringer aus Österreich zuletzt die Vierschanzentournee und damit die bedeutendste Skisprungserienveranstaltung der Welt. Ob es in diesem Winter einem Athleten gelingt, die Vorherrschaft von „Skijumping Austria“ zu brechen, zeigt sich vom 28. Dezember an, wenn bis zum 6. Januar die 64. Auflage der Vierschanzentournee in Oberstdorf (28./29. Dezember), Garmisch-Partenkirchen (31. Dezember/1. Januar), Innsbruck (2./3. Januar) und Bischofshofen (5./6. Januar) über die Bühne geht. Mehrere hundert Millionen Menschen fiebern dann weltweit wieder am TV-Bildschirm mit, wenn die Skispringer bei der Vierschanzentournee ihren König der Lüfte ermitteln. Tickets und Infos unter www.vierschanzentournee.com.


Nicht nur vor dem Fernseher, sondern auch vor Ort ist die Begeisterung groß. Jahr für Jahr strömen über 100.000 Besucher in die Stadien, um ihre Idole mit einem kräftigen „Zieeehhh“ möglichst weit den Hang hinunterzutragen. Am besten geklappt hat das zuletzt bekanntlich stets bei den Springern aus Österreich. Diese triumphierten bereits sieben Mal in Folge und stellen mit Stefan Kraft auch bei der 64. Vierschanzentournee den Titelverteidiger. Der 22-jährige aus Schwarzach im Pongau gewann im vergangenen Winter nicht nur den Tourneeauftakt in Oberstdorf, sondern am Ende auch die Gesamtwertung, dicht gefolgt von Landsmann Michael Hayböck (Linz). Dritter wurde Peter Prevc aus Slowenien.

 

Tourneemäßig besonders ausgehungert sind die deutschen Skisprungfans. All zu gerne würden sie wieder einmal einen Gesamterfolg bejubeln. Dieser liegt bereits 14 Jahre zurück und datiert von Sven Hannawalds historischem Vierfacherfolg aus der Saison 2001/02. Mit seinem Sieg beim Bergiselspringen in Innsbruck schaffte Richard Freitag (Aue) im vergangenen Winter den ersten deutschen Tagessieg im Rahmen der Vierschanzentournee seit Dezember 2002 (ebenfalls Hannawald). Neben Freitag zählt vor allem auch Severin Freund (Rastbüchl) zu den Favoriten der 64. Vierschanzentournee. Der Niederbayer ist im vergangenen Winter voll durchgestartet, wurde Weltmeister auf der Großschanze und holte sich auch den Skisprung-Gesamtweltcup. Neben einer Einzel-Goldmedaille bei Olympia fehlt Freund nur noch der Tourneesieg.

 

Besonders heiß auf den Erfolg wird auch der Slowene Peter Prevc sein. Der 23-jährige lag bereits im Vorjahr mit zwei dritten Plätzen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gut im Rennen, patzte aber in Innsbruck (Platz 11) und musste alle Hoffnungen begraben.

Wie gnadenlos die Vierschanzentournee als Diva mit vermeintlichen Favoriten umgeht, bekamen im vergangenen Jahr die Führenden im Weltcup zu spüren: Anders Fannemel (Norwegen) wurde im Endklassement Elfter, Roman Koudelka (Tschechien) Neunter. Richard Freitag war als Sechster bester Deutscher, vor Gregor Schlierenzauer (Österreich) und Severin Freund.

 

Wie das Publikum, so hat auch die Vierschanzentournee ihre Lieblinge. Einer davon ist der 43-jährige Skisprung-Oldie Noriaki Kasai aus Japan. Bereits zweimal (1992/93 und 1998/99) war Kasai Zweiter der Tourneegesamtwertung und im vergangenen Jahr verpasste der Japaner als Gesamt-Vierter nur knapp den Sprung aufs Podium. Die 64. Vierschanzentournee ist die 25. für Kasai.

 

Karten für das Wintersport-Highlight sind im Vorverkauf sehr gefragt. Unter www.vierschanzentournee.com können dieses online bestellt werden und bequem über den print@home-Ticketservice ausgedruckt werden.